Notfall Informationen

Notfall-Informationen

Wichtige Notfall-Informationen bei Parkinson

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Sturz, ein Unfall oder eine plötzliche Erkrankung kann jeden treffen. Für Menschen mit Parkinson kommt eine besondere Herausforderung hinzu: Nicht jede Ärztin, jeder Arzt oder jede Pflegekraft kennt die Besonderheiten der Parkinson-Behandlung im Detail.

Eine gute Vorbereitung hilft, Fehler zu vermeiden und gibt Ihnen und Ihren Angehörigen mehr Sicherheit.
 

In diesem Beitrag erfährst du:

  • warum die regelmäßige Einnahme der Parkinson-Medikamente so wichtig ist,
  • was in eine Parkinson-Notfalltasche gehört,
  • wann Sie sofort den Notruf 112 wählen sollten,
  • welche Unterlagen im Krankenhaus benötigt werden.

 

1. Die Parkinson-Medikamente haben Vorrang

Für viele Menschen mit Parkinson ist die regelmäßige Einnahme der Medikamente entscheidend. Besonders Levodopa sollte möglichst zu den verordneten Zeiten eingenommen werden. Kommt es zu größeren Verzögerungen oder werden Medikamente ausgelassen, können sich die Beschwerden deutlich verschlechtern. Bewegungen werden schwerer, die Steifigkeit nimmt zu und sogenannte „Off-Phasen“ können länger andauern. Deshalb ist es wichtig, dass das Krankenhaus Ihren individuellen Medikamentenplan kennt und die Einnahme möglichst genau einhält.

 

Vorsicht bei bestimmten Medikamenten

Einige Medikamente können Parkinson-Beschwerden verstärken oder die Wirkung der Parkinson-Medikamente beeinträchtigen. Dazu gehören bestimmte Mittel gegen Übelkeit oder Unruhe. Informiere deshalb bei jeder Krankenhausaufnahme sofort darüber, dass du an Parkinson erkrankt bist. Zeige deinen Medikamentenplan und deinen Parkinson-Ausweis möglichst gleich bei der Aufnahme. Setze die Parkinson-Medikamente niemals eigenständig ab. Änderungen der Behandlung dürfen nur in Absprache mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten erfolgen.

 

2. Die Parkinson-Notfalltasche

Eine vorbereitete Notfalltasche kann im Ernstfall viel Zeit sparen. Bewahre die Tasche an einem festen Ort auf, damit Angehörige oder der Rettungsdienst sie schnell mitnehmen können.

 

Das sollte enthalten sein: Medikamentenplan

Ein aktueller Plan mit:

  • allen Medikamenten,
  • der genauen Dosierung,
  • den üblichen Einnahmezeiten.

Parkinson-Medikamente: Nimm – wenn möglich – einen kleinen Vorrat deiner Medikamente in der Originalverpackung mit. Nicht jedes Krankenhaus hat alle Parkinson-Medikamente sofort verfügbar.

 

Wichtige Dokumente

  • Krankenversicherungskarte
  • Parkinson-Ausweis
  • Allergiepass (falls vorhanden)
  • Medikamentenliste

Hilfsmittel

Falls du Hilfsmittel zur Tabletteneinnahme benötigst, gehören auch diese in die Notfalltasche, zum Beispiel:

  • Trinkbecher
  • Andickungsmittel
  • Tablettenteiler oder Tablettenbox

Kontrolliere den Inhalt der Tasche regelmäßig und ersetze abgelaufene Medikamente.

 

3. Wann sollten Sie sofort den Notruf 112 wählen?

Nicht jede Verschlechterung ist ein Notfall. Es gibt jedoch Situationen, in denen Sie sofort ärztliche Hilfe benötigen.

 

Nach einem schweren Sturz:

Rufen Sie den Rettungsdienst, wenn Sie

  • starke Schmerzen haben,
  • nicht mehr aufstehen können,
  • auf den Kopf gestürzt sind,
  • bewusstlos waren oder
  • sich ungewöhnlich benommen oder verwirrt fühlen.

Plötzliche starke Verschlechterung

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn plötzlich

  • kaum noch Bewegungen möglich sind,
  • das Schlucken stark erschwert ist,
  • hohes Fieber hinzukommt,
  • oder Medikamente nicht mehr eingenommen werden können.

In seltenen Fällen kann sich eine sogenannte akinetische Krise entwickeln. Dabei handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der sofort behandelt werden muss.

 

Plötzliche Verwirrtheit

Wenn ein Mensch mit Parkinson innerhalb kurzer Zeit

  • sehr verwirrt wirkt,
  • Personen nicht mehr erkennt,
  • Halluzinationen entwickelt oder
  • ungewöhnlich unruhig wird,

sollte dies rasch ärztlich abgeklärt werden. Häufig steckt eine behandelbare Ursache dahinter, beispielsweise eine Infektion oder eine Stoffwechselstörung.

 

4. Wichtige Unterlagen für das Krankenhaus

Im Notfall bleibt oft wenig Zeit für Erklärungen. Deshalb empfiehlt es sich, Kopien wichtiger Dokumente griffbereit zu haben.

Dazu gehören:

  • Vorsorgevollmacht
  • Patientenverfügung
  • Krankenversicherungskarte
  • aktueller Medikamentenplan
  • Kontaktdaten der behandelnden Neurologin oder des Neurologen
  • Telefonnummern der wichtigsten Angehörigen

Eine Vorsorgevollmacht legt fest, wer Entscheidungen treffen darf, wenn Sie selbst dazu vorübergehend nicht in der Lage sind. In einer Patientenverfügung halten Sie fest, welche medizinischen Maßnahmen Sie wünschen oder ablehnen.

 

Unser Tipp: Informieren Sie das Krankenhauspersonal gleich zu Beginn darüber, dass Sie Parkinson haben und Ihre Medikamente zu festen Zeiten benötigen. Viele Betroffene legen zusätzlich einen gut sichtbaren Hinweis zu ihren Unterlagen, zum Beispiel:

Parkinson-Erkrankung – bitte den Medikamentenplan beachten und die Einnahmezeiten möglichst genau einhalten.

Eine gut vorbereitete Notfalltasche ersetzt keinen Notarzt – sie hilft jedoch, dass Sie im Ernstfall schneller und sicherer versorgt werden.

 

Das Wichtigste auf einen Blick

✓ Halten Sie Ihren Medikamentenplan immer aktuell.

✓ Bewahren Sie eine Notfalltasche an einem festen Ort auf.

✓ Informieren Sie Rettungsdienst und Krankenhaus sofort über Ihre Parkinson-Erkrankung.

✓ Nehmen Sie – wenn möglich – Ihre eigenen Parkinson-Medikamente mit.

✓ Bei schweren Stürzen, starker Bewegungsblockade, Schluckstörungen, hohem Fieber oder plötzlicher Verwirrtheit gilt: Notruf 112 wählen.

 

Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie mit Ihrer behandelnden Neurologin oder Ihrem Neurologen, welche besonderen Maßnahmen in Ihrem persönlichen Notfall sinnvoll sind.

 

 

*** Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. ***

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