Logopädie & Kommunikation

Wie Logopädie Menschen mit Parkinson unterstützt

Gut verständlich sprechen und sicher schlucken

 

 

 

Viele Menschen denken bei Parkinson zunächst an Zittern oder eingeschränkte Beweglichkeit. Die Erkrankung betrifft jedoch auch die Muskeln, die wir zum Sprechen, Atmen und Schlucken benötigen. Mit der Zeit wird die Stimme häufig leiser. Manche Betroffene sprechen außerdem schneller, undeutlicher oder mit einer eher monotonen Stimme. Angehörige müssen häufiger nachfragen, und Gespräche werden anstrengender. Auch das Schlucken kann sich verändern. Husten oder häufiges Verschlucken – besonders bei Getränken – können erste Anzeichen sein.

 

Die gute Nachricht lautet: Mit einer gezielten logopädischen Behandlung lassen sich Stimme, Sprechen und Schlucken oft deutlich verbessern oder lange erhalten.

 

Warum verändert sich das Sprechen?

Parkinson verlangsamt Bewegungen im ganzen Körper. Davon sind auch die feinen Muskeln im Gesicht, an den Lippen, der Zunge, im Kehlkopf und bei der Atmung betroffen.

Dadurch kann es zu folgenden Veränderungen kommen:

  • die Stimme wird leiser,
  • die Aussprache weniger deutlich,
  • das Sprechtempo verändert sich,
  • die Stimme klingt monoton oder heiser.

Viele Betroffene bemerken diese Veränderungen zunächst selbst kaum.

 

Die eigene Stimme wird oft falsch eingeschätzt: Eine Besonderheit bei Parkinson ist die veränderte Wahrnehmung der eigenen Stimme. Viele Betroffene haben das Gefühl, ganz normal zu sprechen. Tatsächlich ist die Stimme für andere oft deutlich leiser. Umgekehrt empfinden viele Menschen mit Parkinson eine normale Gesprächslautstärke bereits als sehr laut. Deshalb geht es in der Logopädie nicht nur um das Training der Muskulatur. Sie lernen auch, die Lautstärke Ihrer eigenen Stimme wieder besser einzuschätzen.

 

Schlucken – ein wichtiges Thema: Die Muskeln, die wir zum Sprechen benutzen, sind auch am Schlucken beteiligt. Werden diese Bewegungen langsamer oder schwächer, kann das Schlucken erschwert sein.

 

Mögliche Anzeichen sind:

  • häufiges Verschlucken,
  • Husten beim Essen oder Trinken,
  • das Gefühl, dass Nahrung im Hals „stecken bleibt“,
  • längere Essenszeiten.

Solche Beschwerden sollten ernst genommen werden. Gelangen Speisen oder Getränke in die Atemwege, kann dies zu Lungenentzündungen führen. Eine logopädische Untersuchung hilft, Schluckstörungen frühzeitig zu erkennen. Außerdem lernst du sichere Schlucktechniken und erhältst praktische Tipps für den Alltag.

 

Was kann die Logopädie bewirken?

Logopädie ist ein wichtiger Bestandteil der Parkinson-Behandlung.

Ziel ist es,

  • die Stimme kräftig zu erhalten,
  • deutlicher zu sprechen,
  • die Atmung beim Sprechen zu verbessern,
  • die Schluckfunktion zu trainieren,
  • und die Kommunikation im Alltag zu erleichtern.

Ein besonders gut untersuchtes Verfahren ist das LSVT LOUD®-Training. Dabei wird gezielt mit einer kräftigen Stimme geübt. Das Gehirn lernt, die Lautstärke wieder besser zu steuern. Ziel ist nicht, ständig laut zu sprechen, sondern im Alltag wieder gut verständlich zu sein.

 

Praktische Tipps für den Alltag: Schon kleine Veränderungen können Gespräche erleichtern. Aufrecht sitzen oder stehen. Eine aufrechte Haltung gibt der Lunge mehr Platz. Dadurch fällt kräftiges Sprechen leichter.

 

Blickkontakt halten: Wer das Gesicht seines Gesprächspartners sieht, versteht besser – und wird selbst ebenfalls leichter verstanden.

 

Störgeräusche vermeiden: Schalte Fernseher oder Radio aus, wenn du dich unterhalten möchtest. Ohne Hintergrundgeräusche muss sich deine Stimme weniger anstrengen.

 

Langsam und deutlich sprechen: Sprich lieber etwas langsamer und in kurzen Sätzen. Gönne dir zwischen den Sätzen bewusst eine kleine Atempause.

 

Bitte ruhig um Geduld: Es ist völlig in Ordnung, Gesprächspartner zu bitten, dir etwas Zeit zu geben. Gute Gespräche brauchen keine Eile.

 

Je früher, desto besser: Viele Menschen denken erst an eine Logopädie, wenn das Sprechen bereits deutlich eingeschränkt ist. Dabei kann ein frühzeitiges Training helfen, Stimme und Schluckfunktion möglichst lange zu erhalten. Sprich deine Neurologin, deinen Neurologen oder Hausärztin beziehungsweise Hausarzt an. Bei medizinischer Notwendigkeit kann Logopädie verordnet werden. Die Behandlung wird von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel übernommen.

 

Das Wichtigste auf einen Blick:

✓ Parkinson kann Stimme, Sprache und Schlucken beeinträchtigen.

✓ Viele Betroffene sprechen leiser, ohne es selbst zu bemerken.

✓ Logopädie trainiert Stimme, Atmung, Aussprache und Schluckfunktion.

✓ Je früher mit dem Training begonnen wird, desto besser lassen sich vorhandene Fähigkeiten erhalten.

✓ Regelmäßiges Üben im Alltag unterstützt den Behandlungserfolg.

 

Hinweis: Wenn du dich häufiger verschluckst, beim Essen hustest oder eine deutliche Veränderung deiner Stimme bemerkst, besprich das mit deiner behandelnden Ärztin oder behandelnden Arzt. Eine frühzeitige Abklärung kann helfen, Beschwerden zu lindern und Komplikationen vorzubeugen.

 

 

*** Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. ***

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