Ernährung bei Parkinson

Ernährung und Levodopa: Warum Eiweiß eine Rolle spielt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 


 

 

 

 

 

 

 

Viele Menschen mit Parkinson nehmen Levodopa (L-Dopa) ein. Es ist das wichtigste Medikament zur Behandlung der Bewegungsstörungen. Es hilft, die Beweglichkeit zu verbessern und Beschwerden wie Zittern oder Muskelsteifheit zu lindern. Manchmal fällt jedoch auf: Die Tabletten wirken plötzlich schlechter oder setzen später ein. Die Bewegungen werden wieder schwerfälliger, obwohl das Medikament wie gewohnt eingenommen wurde.

 

Eine mögliche Ursache kann die Ernährung sein – genauer gesagt der Zeitpunkt, zu dem eiweißreiche Lebensmittel gegessen werden.

 

Warum beeinflusst Eiweiß die Wirkung von Levodopa? Eiweiß (Protein) ist ein lebenswichtiger Nährstoff. Unser Körper braucht ihn unter anderem für Muskeln, Knochen, Haut und das Immunsystem. Eiweiß steckt zum Beispiel in:

  • Fleisch und Fisch
  • Milch, Joghurt, Käse und Quark
  • Eiern
  • Hülsenfrüchten wie Bohnen oder Linsen

Während der Verdauung wird Eiweiß in kleine Bausteine, sogenannte Aminosäuren, zerlegt. Diese gelangen vom Darm ins Blut und von dort weiter ins Gehirn. Levodopa muss denselben Weg nehmen.

 

Dadurch entsteht ein Wettbewerb: Sind viele Eiweißbausteine gleichzeitig unterwegs, wird Levodopa langsamer aufgenommen. Das Medikament erreicht das Gehirn später oder in geringerer Menge. Die Wirkung kann dadurch verzögert oder abgeschwächt sein.

Man kann sich das wie eine einspurige Straße vorstellen: Möchten viele Fahrzeuge gleichzeitig hindurch, entsteht ein Stau. Levodopa muss warten, bis wieder Platz ist.

 

Muss ich auf Eiweiß verzichten? Nein.

Eiweiß ist für den Körper unverzichtbar. Gerade ältere Menschen benötigen ausreichend Eiweiß, um Muskelkraft zu erhalten und einem Muskelabbau vorzubeugen. Nicht die Menge des Eiweißes ist entscheidend, sondern der richtige Abstand zwischen Mahlzeit und Medikament.

 

Die wichtigste Regel: Levodopa wirkt meist am besten, wenn es auf möglichst nüchternen Magen mit einem großen Glas Wasser eingenommen wird.

 

Als Faustregel gilt:

  • 30 bis 60 Minuten vor einer Mahlzeit oder
  • 1½ bis 2 Stunden nach dem Essen.

So kann das Medikament meist ungestört aufgenommen werden.

Tipps für den Alltag

 

Eiweiß eher auf den Abend legen

Wenn Sie bemerken, dass Levodopa nach eiweißreichen Mahlzeiten schlechter wirkt, kann es hilfreich sein, größere Eiweißmengen erst am Abend zu essen.

Tagsüber eignen sich beispielsweise Mahlzeiten mit:

  • Gemüse
  • Kartoffeln
  • Reis
  • Teigwaren

Fleisch, Fisch, Käse oder Quark können dann eher zum Abendessen eingeplant werden. Dadurch ist die Wirkung des Medikaments während des Tages oft gleichmäßiger. Auch kleine Mengen können eine Rolle spielen. Nicht nur ein großes Stück Fleisch enthält Eiweiß. Auch ein Glas Milch, ein Joghurt oder ein Stück Käse direkt zur Tabletteneinnahme können die Aufnahme von Levodopa beeinträchtigen.

 

Deshalb sollten auch kleine eiweißreiche Zwischenmahlzeiten zeitlich von der Medikamenteneinnahme getrennt werden.

 

Was tun bei Übelkeit?

Manche Menschen vertragen Levodopa auf nüchternen Magen nicht gut.

Nehmen Sie die Tablette in diesem Fall nicht zusammen mit Milch oder Joghurt ein. Besser geeignet sind kleine, eiweißarme Lebensmittel, zum Beispiel:

  • Zwieback
  • Knäckebrot
  • einige Salzstangen
  • trockenes Brot

Oft reicht schon eine kleine Menge aus, um den Magen zu beruhigen, ohne die Wirkung des Medikaments deutlich zu beeinträchtigen.

 

Nicht jeder Mensch reagiert gleich: Manche Menschen mit Parkinson bemerken kaum einen Einfluss der Ernährung auf die Wirkung von Levodopa. Andere reagieren bereits auf kleinere Mengen Eiweiß.

 

Beobachten Sie deshalb Ihren eigenen Körper. Wenn Sie feststellen, dass die Tabletten nach bestimmten Mahlzeiten schlechter wirken, sprechen Sie Ihre behandelnde Neurologin oder Ihren behandelnden Neurologen darauf an. Häufig genügt bereits eine Anpassung der Einnahmezeiten.

 

Das Wichtigste auf einen Blick:

✓ Eiweiß ist wichtig und sollte nicht weggelassen werden.

✓ Levodopa und Eiweiß nutzen denselben Transportweg im Körper.

✓ Zwischen Tablette und eiweißreicher Mahlzeit sollte ausreichend Zeit liegen.

✓ Levodopa wirkt meist am besten mit einem großen Glas Wasser auf möglichst nüchternen Magen.

✓ Änderungen bei Ernährung oder Medikamenteneinnahme sollten immer mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden.

 

Hinweis: Dieser Beitrag informiert allgemein über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Levodopa. Er ersetzt keine ärztliche oder ernährungsmedizinische Beratung. Wenn Sie Fragen zu Ihrer Behandlung haben oder Veränderungen der Medikamentenwirkung bemerken, wenden Sie sich bitte an Ihre behandelnde Neurologin oder Ihren behandelnden Neurologen.

 

*** Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. ***

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