Medikament: Hopledo
Bitte unbedingt beachten!
Dieser Artikel kann KEINE Beratung vom Neurologen oder Apotheker ersetzen!
Zu Hopledo liegt ein ausführlicher Bericht vor, bereitgestellt von Herrn Prof. Dr. Etgen - bei Interesse anfordern bei Gottfried.Winkler@parkinson-shg-ts.de
Zusammenfassung:
Einfach gesagt: Das Medikament soll Levodopa länger und gleichmäßiger zur Verfügung stellen – damit die Wirkung zwischen den Einnahmen weniger schnell nachlässt.
Eine Studie mit 506 Parkinson-Betroffenen untersuchte IPX203, eine länger wirksame Form von Carbidopa/Levodopa. Die Teilnehmer hatten bereits sogenannte „Wearing-off“-Phasen, also Zeiten, in denen die Wirkung der Medikamente nachlässt.
Was kam heraus?
Im Vergleich zu normalem, sofort freisetzendem Levodopa:
- längere gute Wirkungszeit („ON“)
- etwas weniger „OFF“-Zeit
- Wirkung pro Einnahme dauerte im Durchschnitt 1,55 Stunden länger
- IPX203 wurde im Durchschnitt 3-mal täglich eingenommen, normales Levodopa 5-mal täglich.
Für wen könnte das interessant sein?
Vor allem für Menschen mit Parkinson, die:
- trotz Levodopa regelmäßig „OFF“-Phasen haben,
- merken, dass die Wirkung einer Tablette nach einigen Stunden nachlässt,
- deshalb mehrmals täglich Medikamente einnehmen müssen.
Was ist wichtig?
Die Studie zeigt keine Heilung von Parkinson. Sie untersuchte auch nicht, ob IPX203 bei frisch diagnostizierten Patienten besser ist oder ob damit spätere Wirkungsprobleme verhindert werden können.
Nebenwirkungen kamen vor. In der Vergleichsphase wurden bei IPX203 insbesondere Übelkeit, Angstgefühle und Schwindel genannt.
Was kann ich meinen Arzt fragen?
„Ich habe zwischen meinen Levodopa-Einnahmen zunehmend OFF-Zeiten. Könnte eine länger wirksame Levodopa-Form für mich eine Möglichkeit sein?“
Wichtig: Die Studie zeigt einen möglichen Vorteil von IPX203 bei bestimmten Patienten. Eine Umstellung oder Dosierung sollte immer individuell mit dem behandelnden Neurologen erfolgen.
Quelle: Hauser et al., JAMA Neurology 2023, RISE-PD-Studie.
Gottfried Winkler / 29.9.2026
